{"id":19,"date":"2019-03-13T08:51:16","date_gmt":"2019-03-13T08:51:16","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgangherzberg-autor.de\/?page_id=19"},"modified":"2022-08-17T12:55:04","modified_gmt":"2022-08-17T12:55:04","slug":"laufende-artikel-6-statements","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wolfgangherzberg.de\/?page_id=19","title":{"rendered":"Laufende Artikel &#038; Statements"},"content":{"rendered":"\n\n\n<p><strong>In was f\u00fcr einer Gesellschaft leben wir eigentlich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fast jeden Morgen, wenn ich aus zerrissenem Schlaf kaputt und unausgeschlafen aufwache, stelle ich mir oft diese, mich qu\u00e4lende existentielle Grundfrage. Und es f\u00e4llt mir manchmal schwer \u00fcberhaupt aufzustehen und mich an meine Tagesaufgaben, u.a. als, mehr oder weniger, ohnm\u00e4chtiger, politischer Buchautor zu setzten, weil diese brennende Frage mich mein ganzes bewusstes Leben, auch schon vor 1990 in der DDR umtrieb. Diese DDR, die bekanntlich leider auch keine, historisch tragf\u00e4hige, Alternative zur bestehenden b\u00fcrgerlichen Klassengesellschaft hervorbringen konnte. Aber ich werde schon gar nicht im vereinigten Deutschland, diesen bohrenden Gedanken los, dass wir, mehr denn je, in gesellschaftliche Verh\u00e4ltnisse eingezw\u00e4ngt sind, \u00fcber deren wirkliches Wesen gleichfalls ein fast undurchdringlicher, toxischer Nebel ideologisch bedingter Illusionen wabert, der deshalb kaum in der \u00f6ffentlichen Debatte thematisiert wird. Kann diese Gesellschaft, frage ich mich jedoch, wirklich als \u201eDemokratie\u201c, d.h. als \u201eVolksherrschaft\u201c , als \u201efreiheitlich \u2013 demokratische Grundordnung\u201c, trotz Grundgesetz, begrifflich zutreffend definiert werden? Eine Gesellschaft, deren \u201eWerteordnung\u201c uns von den politisch herrschenden Parteifunktion\u00e4ren und sogar der sogenannten \u201eOpposition\u201c, sowie nat\u00fcrlich den Massenmedien und durch Sprecher der meisten gesellschaftlichen Organisationen, als die beste, die freiheitlichste, ja sogar vorbildliche, aller m\u00f6glichen Gesellschaftsordnungen und zwar<\/p>\n\n\n\n<p>w e l t w e i t angepriesen wird? Daraus wird eine Art globaler F\u00fchrungsanspruch hergeleitet , obwohl das in der UN &#8211; Charta gerade definitiv nicht vorgesehen ist. W\u00e4hrend die anderen Gesellschaftsordnungen, in der ja die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Menschheit lebt, angeblich, im Gegensatz zu unserer Werte basierten Ordnung, meist nur (gef\u00e4hrliche) \u201eautorit\u00e4re Regime\u201c , ja Menschenrechte verletzende \u201eDiktaturen\u201c sein sollen, die es, notfalls mit modernster westlicher Waffengewalt, zu bek\u00e4mpfen gilt. Aber mit welchen t\u00f6dlichen und kontraproduktiven, internationalen Ergebnissen und Folgen, wird diese selbstgef\u00e4llige und illusion\u00e4re, westliche Doppelmoral exekutiert, wenn man auf blutige Geschichte und Gegenwart der westlichen Staaten ehrlicherweise zur\u00fcckblickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Gewiss: werden unsere westlichen Gesellschaften, in angeblich noch zu bew\u00e4ltigenden Zeitr\u00e4umen, als durchaus reformbed\u00fcrftige Gesellschaften kontrovers diskutiert, wie etwa die prim\u00e4r durch uns verursachte, \u00f6kologische Krise und die kollabierenden Sozial \u2013 und Finanzsysteme. Und es werden fortlaufend, bekanntlich, in Politik und Nachrichten, \u00fcber die, sich \u00fcberschlagenden, innen- und au\u00dfenpolitischen Probleme und \u00fcber vielfache Skandale, ja sogar &#8211; Verbrechen und verheerende Naturkatastrophen berichtet und dar\u00fcber aufgeregte Debatten gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ich werde den bohrend &#8211; brennenden Verdacht nicht los, dass dabei das, im Kern, bisher reformunf\u00e4hige und &#8211; unwillige Wesen dieser Gesellschaftsordnung keinesfalls substanziell mehr infrage gestellt, ja bewusst oder unbewusst verschleiert wird, geschweige denn, dass sich politische Bewusstheit in der Bev\u00f6lkerung mehrheitlich heraus bilden darf, dass diese Gesellschaftsordnung, durch ihre, auf Wachstum und Profit ausgerichtete Grundkonstruktion, gleichfalls unf\u00e4hig ist, die Zukunftsaufgaben der Menschheit human zu bew\u00e4ltigen, sondern diese nur apokalyptisch tagt\u00e4glich verschlimmbessert. Das signalisieren die eskalierenden Hiobsbotschaften aus allen Kontinenten und die internationalen Spannungen und Kriege fortlaufend. Und an diesen krisenhaften Stellschrauben drehen auch gerade die westlichen Regierungen, z\u00fcndelnd, mit herum, wie unl\u00e4ngst schon wieder in und um Taiwan. So, als ob der unbeherrschbare Ukraine &#8211; Krieg nicht schon v\u00f6llig ausreichend w\u00e4re&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht mir, um dies klar auszudr\u00fccken, erneut um die ad\u00e4quate Kennzeichnung dieser Gesellschaftsordnung, die in ihrem Wesenskern auf globaler Profitmaximierung zugunsten wohlhabender Minderheiten basiert und damit die sozialen und nationalen Spaltungen, sowie die daraus resultierenden, kriegerischen und gewaltsamen Konflikte sowie die \u00f6kologische Weltkrise immer weiter versch\u00e4rfen, anstatt sie human zu bew\u00e4ltigen. Oder wie Benjamin es schon hellseherisch ausdr\u00fcckte: dass es so weitergeht, ist die Katastrophe&#8230; Das kann also schon deshalb keine Herrschaft zugunsten der existenziellen Lebensinteressen der V\u00f6lker sein, sondern muss, wieder und wieder, als ungemein, repressive und autorit\u00e4re Geldherrschaft der Kapitaleigner und ihrer gesellschaftlichen Profiteure bezeichnet werden, zu der allerdings auch Teile der qualifizierten Mittelschichten geh\u00f6ren. Und ein simpler Ausstieg daraus, erscheint f\u00fcr alle davon anh\u00e4ngigen Bev\u00f6lkerungsschichten existenziell unm\u00f6glich, wie die Zeitenwende von 1990 sp\u00e4testens bewies. Wenn diese Wesenszusammenh\u00e4nge allerdings stets in der \u00d6ffentlichkeit verschleiert und verdr\u00e4ngt werden, kann diese Gesellschaftsordnung nicht wirklich in ihrer Substanz weiter emanzipatorisch ver\u00e4ndert werden, weil es dazu erneut auch gesellschaftlichen Massenbewegungen bedarf, die nur entstehen k\u00f6nnen, wenn daf\u00fcr das entsprechende \u00f6ffentliche Bewusstsein gesch\u00e4rft und linke und nicht rechte politische Kr\u00e4fte, sich an die Spitze dieser Bewegungen setzen. Diese Gefahr ist jedoch weltweit akut!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber was kann ich, als fast namenloser, politischer Autor dagegen noch tun? Und ich sage das im vollen Bewusstsein, dass unsere Erde bekannterma\u00dfen ein einzigartiger Planet ist, wenn wir bedenken, dass wir in der unendlichen Weite des Universums, bisher nichts vergleichbar Wunderbares und Lebendiges, wie unsere, freilich gef\u00e4hrdete, Natur- und Menschenerde gefunden haben. Und ich frage mich eindringlich, wie verantwortungsvoll geht gerade auch diese hochentwickelte westliche Welt mit der t\u00f6dlich gef\u00e4hrdeten Natur und &#8211; Menschheit um, angesichts ihrer infantilen innen- und au\u00dfenpolitischen Rechthaberei und ihrem, immer noch auf grenzenloses Wachstum, setzende Gewinnmaximierung, prim\u00e4r f\u00fcr wohlhabende Minderheiten? Was f\u00fcr eine irrige, westliche Herrenmenschen &#8211; Ideologie, dass nur die westliche Welt, das Grundrezept f\u00fcr eine humane Zukunft der Menschheit in den H\u00e4nden h\u00e4lt! Nach meinen bitteren Erfahrungen nach 1990 ist die Diktatur der kapitalistischen Geldherrschaft viel repressiver und st\u00e4rker, als die Diktatur aller schw\u00e4chelnden Politb\u00fcros zusammen, die bekanntlich fast sang &#8211; und klanglos \u00fcber Nacht verschwanden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe, seit je her, nur die Kraft, meine Gef\u00fchle und Gedanken \u00fcber dieses t\u00f6dlich empfundene Gesellschaftsdrama, hin und wieder, so klar wie mir m\u00f6glich auszudr\u00fccken, um eventuell etwas mitzuhelfen, das Bewusstsein daf\u00fcr zu sch\u00e4rfen. Denn ich konnte und kann nicht, von meiner Veranlagung und Biografie her, gleichzeitig auch noch ein politisch organisierender Aktivist sein, zudem in einer Parteienlandschaft, die mir mir weitgehend fremd und v\u00f6llig verschlossen ist. Zugleich bin ich mir bitter bewusst, dass auch mein m\u00fchsames Schreiben nur ein winziger, blitzschnell verdampfender Tropfen auf den un\u00fcbersehbaren, kochend \u2013 hei\u00dfen, politischen W\u00fcstensand ist. Noch dazu, wo auch dieses kleine Bl\u00e4ttchen, f\u00fcr das ich hier ab und zu schreibe, schon immer, nur sehr wenige, mehr oder weniger, Gleichgesinnte erreicht hat. Trotz allem, m\u00f6chte ich, in dieser verzweifelten Lage, hier noch ein paar Strophen aus einem Gedicht und Liedtext zum Besten geben, entstanden aus meinem Unterbewusstsein, in denen ich, bereits vor drei Jahrzehnten, meine Gef\u00fchle und Gedanken nach 1990 zu diesen geschilderten, miserablen Gesellschaftszust\u00e4nden im vereinigten Deutschland und dar\u00fcber hinaus, auszudr\u00fccken versuchte und auch nach Auswegen suchte:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sch\u00f6ne alte Welt (1990)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle Gewissheiten der sch\u00f6nen, neuen Welt,<\/p>\n\n\n\n<p>in der ich lebte und, die von Anfang, bereits br\u00fcchig waren,<\/p>\n\n\n\n<p>scheinen endg\u00fcltig unter den trostlosen Tr\u00fcmmern<\/p>\n\n\n\n<p>der zusammengebrochenen Geschichte begraben\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was bleibt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ungewissheit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>eine Arbeit zu finden, die mich ern\u00e4hrt<\/p>\n\n\n\n<p>und, die mein Hiersein sinnvoll macht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ungewissheit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>in einer Wohnung zu wohnen,<\/p>\n\n\n\n<p>aus der ich vertrieben werden kann&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ungewissheit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcber Nacht auf der Stra\u00dfe totgeschlagen zu werden,<\/p>\n\n\n\n<p>weil ich anders bin\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ungewissheit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tag und Nacht in den Nachrichten von<\/p>\n\n\n\n<p>Kriminalit\u00e4t, Kriegen, Krankheiten, Katastrophen, Kapitalverbrechen zu erfahren,<\/p>\n\n\n\n<p>denen ich scheinbar ohnm\u00e4chtig ausgeliefert bin&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ungewissheit:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>in einer Welt leben zu m\u00fcssen,<\/p>\n\n\n\n<p>die so keine menschliche Perspektive hat\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das animalische Gesetz der Natur<\/p>\n\n\n\n<p>hat wieder, gen\u00fcsslich triumphierend,<\/p>\n\n\n\n<p>seine unerbittliche Vorherrschaft \u00fcbernommen:<\/p>\n\n\n\n<p>die St\u00e4rkeren fressen die Schw\u00e4cheren,<\/p>\n\n\n\n<p>bis auch die Satten nicht mehr k\u00f6nnen<\/p>\n\n\n\n<p>und ihrerseits von den St\u00e4rkeren verschlungen werden \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Das also ist die \u201eFreiheit\u201c,<\/p>\n\n\n\n<p>die sie in Wirklichkeit immer meinten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sch\u00f6ne alte Welt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deutschlandlied (1993)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ach, Deutschland, kaltes Nebelland,wie bist Du schrecklich ausgebrannt,<\/p>\n\n\n\n<p>tr\u00e4umst keine mutigen Tr\u00e4ume mehr, und Deine Taschen scheinen leer&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Hast Dich unl\u00e4ngst wieder vereint, im Freudenrausch sogar geweint.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist der Katzenjammer da und nichts mehr so, wie es mal war, die Ehe, fremd und sonderbar.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland herrscht Eisnebelsicht, die Pleitegeier kreisen dicht,<\/p>\n\n\n\n<p>der Michel knufft, kotzt ab, schweigt still, weil man ihn trotzdem schr\u00f6pfen will.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo nur Profit scheint zu regieren, kannst Du privat Dich schnell verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo viele nur f\u00fcr sich rum w\u00fchlen, kann ich mich nie Zuhause f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo alles sich nur dreht ums Geld, und Selbstsucht ist der Gott der Welt,<\/p>\n\n\n\n<p>will ich oft nicht in Deutschland sein, weil Deutschlands Herz so kalt wie Stein.<\/p>\n\n\n\n<p>Um `s Goldkalb tanzen, fl\u00fcchtiges Gl\u00fcck,\u201e Gelobtes Land \u201c, kehrst nicht zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibst Fremder unter Fremdherrschaft und Knecht totaler Geldwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Muss Tag und Nacht mich \u00fcbergeben, wo Arm und Reich \u201e naturgegeben\u201c,<\/p>\n\n\n\n<p>wo jeder zusieht, wo er bleibt und sich dabei zu Tode reibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ob Deutschland ein Zuchthaus sei, am Eingangstor steht: \u201eGeld macht frei! \u201c<\/p>\n\n\n\n<p>So f\u00fchl ` ich mich in diesem Land, das foltert mich todm\u00fcd krank.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuchthaus geht es viehisch zu, finden wir Schwachen niemals Ruh `.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ohne Geld, haben hier kaum Rechte, die, mit dem Geld, sind unsre Folterknechte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo Du als Mensch blo\u00df Ware bist, die leider gern mal trinkt und isst,<\/p>\n\n\n\n<p>wirst Du taxiert am Arbeitsmarkt, wie` n Sklave auf dem Sklavenmarkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo Kinder ohne Liebe leben, weil viele nur dem Geld nachstreben,<\/p>\n\n\n\n<p>ist Herzensk\u00e4lte angesagt und Mitgef\u00fchl ist nicht gefragt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo M\u00e4nner t\u00e4glich Frauen erschlagen, wenn sie zu widersprechen wagen,<\/p>\n\n\n\n<p>da tobt das Wolfsgesetz, beinhart, es mordet in uns, Nacht und Tag.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo Ausgesto\u00dfene Amok laufen, weil sie im eigenen Hass absaufen,<\/p>\n\n\n\n<p>verblutet Leben, sinnlos kalt, geteilte Welt ist voll Gewalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo Obdachlose, wie Tiere krepieren, wenn sie in eiskalten N\u00e4chten erfrieren,<\/p>\n\n\n\n<p>bleibt Menschlichkeit ein leeres Wort, kein Recht auf Wohnung nenn ich Mord!<\/p>\n\n\n\n<p>Wo Fl\u00fcchtlinge, sie kalt abschieben, wie Ungeziefer Menschen sieben,<\/p>\n\n\n\n<p>in \u00fcberf\u00fcllten Booten, sie versinken, muss jedes Menschenrecht ertrinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo Fremde um ihr Leben rennen, weil sie wie Fackeln pl\u00f6tzlich brennen,<\/p>\n\n\n\n<p>schlagen M\u00f6rder auch auf mein Herz drauf, h\u00f6rt diese Nazizeit nie auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo sie mit Waffen weltweit klirren, mit Bombern um die Erde schwirren,<\/p>\n\n\n\n<p>mordet ihr Terrorkrieg f\u00fcr `s Geld, nur Elende der Hungerwelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo W\u00e4lder, Meere gehen kaputt, wo Mensch, Natur vergl\u00fchen zu Schutt,<\/p>\n\n\n\n<p>hat uns Gewinnsucht in der Hand, bis infernalisch, wir verbrannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland hat so viel Leid getan, ist noch so furchtbar untertan,<\/p>\n\n\n\n<p>folgte manch ` falscher Prophetie\u00b4und gl\u00fccklich war es dadurch nie.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was Du heut` im Fernsehen siehst, und was Du in der Zeitung liest,<\/p>\n\n\n\n<p>scheint , ach, so frei und aktuell, ist doch zum Kotzen provinziell,<\/p>\n\n\n\n<p>ist so beschissen kommerziell.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo \u201eBild\u201c Dir Deine Meinung macht, das Tier im Deutschen gern entfacht,<\/p>\n\n\n\n<p>wird t\u00e4glich Weihwasser verspritzt, das alles so bleibt, wie es ist,<\/p>\n\n\n\n<p>dass das System so bleibt, wie ` s ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo Fu\u00dfball nur zusammenh\u00e4lt, doch selbst der Ball rollt nur f\u00fcrs Geld,<\/p>\n\n\n\n<p>lebt es sich leer in der Nation, denn der Nation fehlt die Vision.<\/p>\n\n\n\n<p>Wei\u00df nicht, ob alle hier mich richtig verstehen? Mein Traum, der musste weit, weit gehen,<\/p>\n\n\n\n<p>fand auch im Osten wenig Gl\u00fcck, mein Traum ner menschlichen Republik.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kann es trotzdem weitergehen, wir uns nicht nur im Kreise drehen<\/p>\n\n\n\n<p>und uns in Deutschland wohler f\u00fchlen ? &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es den Schwachen besser geht, nicht alles sich um \u00b4s Gl\u00fccksrad dreht,<\/p>\n\n\n\n<p>nicht alles sich um `s Goldkalb dreht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich frag `, trotz allem: wie geht denn das, dass Deutschland nicht mehr klingt,<\/p>\n\n\n\n<p>wie `n hohles Bierfass ?!<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich und Du, nicht wegsehen blind und sich die Schwachen einig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn teilen und herrschen, das k\u00f6nnen sie, doch wirklich teilen wollen sie nie.<\/p>\n\n\n\n<p>Was uns hier allen schrecklich fehlt, ist neue Solidarit\u00e4t, ist starke Solidarit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo sind nur die einstigen Vision\u00e4re, gar gut bezahlte Funktion\u00e4re ?<\/p>\n\n\n\n<p>He, Du, 68 er Generation, schweigst Du so still f\u00fcr \u00b4n Judaslohn?!<\/p>\n\n\n\n<p>He, Du, 89 er Generation, schweigst Du auch so still, f\u00fcr `n Judaslohn ?!<\/p>\n\n\n\n<p>Nun sind sie auch noch Kriegsantreiber und NATO &#8211; Waffen \u2013 Unterschreiber.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Frieden wollen sie dadurch schaffen und liefern ihnen Todeswaffen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wird es denn nie in Deutschland warm, finden wir niemals Arm in Arm ?<\/p>\n\n\n\n<p>Wann wird `s hier wieder Fr\u00fchling sein, mit vielen bunten Bl\u00fcmelein ?<\/p>\n\n\n\n<p>Das frag `ich mich, tagein, tagaus, doch kommt dabei sehr wenig raus.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Schwein geht oben allein voran, s` kommt auch auf mich und Dich hier an,<\/p>\n\n\n\n<p>s` kommt, von Unten, auf uns alle drauf an.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn erst, wenn ne Mehrheit hier wieder bereit, f\u00fcr ne ganz neue Umverteilungszeit,<\/p>\n\n\n\n<p>von Oben nach Unten, es ist l\u00e4ngst schon so weit,<\/p>\n\n\n\n<p>gingen auch wir Deutsche mal, zum Beispiel, voran,<\/p>\n\n\n\n<p>beim Umverteilen kommt `s nicht nur auf Deutschland an,<\/p>\n\n\n\n<p>da kommt `s auf `s \u00dcberleben von uns allen drauf an!<\/p>\n\n\n\n<p>Ach, Deutschland, Winter \u2013 Nebelland, bist wirklich Du so ausgebrannt?<\/p>\n\n\n\n<p>Tr\u00e4um `wieder mutige Tr\u00e4ume mehr, denn Deine Taschen sind nicht leer.<\/p>\n\n\n\n<p>Tr\u00e4umt wieder mutige Tr\u00e4ume mehr, denn die Taschen der Reichen sind niemals leer . . .<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In was f\u00fcr einer Gesellschaft leben wir eigentlich? 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